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Die richtige Lichtquelle einstellen

Lerne, welche Einstellung du wählen musst, um Lichtintensität genau zu messen

Die richtige Lichtquelle einstellen

Photone erfordert, dass du bei der Messung der Lichtintensität die Lichtquelle auswählst. Dadurch kann der Messalgorithmus den spektralen Fehler korrigieren und somit genaue Ergebnisse liefern. Der automatisch angewendete Korrekturfaktor ist individuell für dein konkretes Setup und hängt von deinem Gerät, dem aktuellen Messwert und deinen App-Einstellungen ab.

⚠️
Die falsche Lichtquelleneinstellung führt zu weniger genauen Messergebnissen.

Die richtige Einstellung

Dieser Guide hilft dir dabei, die richtige Einstellung zu wählen — je nachdem, welche Art von Licht du misst.

Natürliches Tageslicht / Sonnenlicht

Du weißt vielleicht, dass sich das Sonnenlicht (also sein Spektrum) im Laufe des Tages verändert. Tagsüber ist das Licht kälter (bläulicher) und wird zum Sonnenauf- und -untergang wärmer (rötlicher). Vielleicht weißt du auch, dass Fenster UV-Licht blockieren und sich Sonnenlicht daher in Innenräumen von dem im Freien unterscheidet. Diese Unterschiede haben jedoch nur einen vernachlässigbaren Einfluss auf das Messergebnis.

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Wähle die Einstellung “Sonne” wenn du Sonnenlicht/Tageslicht misst, unabhängig davon, ob direkte Einstrahlung oder im Schatten.

LED Grow-Lights

Leuchtdioden (LEDs) sind die beliebteste und energieeffizienteste Wahl für künstliche Beleuchtung in der Landwirtschaft. Photone unterscheidet zwischen fünf verschiedenen Arten von LED-Konfigurationen.

LED Grow Lights existieren in verschiedenen Formen und Größen
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Wähle “LED Vollspektrum”, wenn deine LEDs weiß bzw. gelblich sind oder wenn deine Lampe aus RGB-LEDs besteht, die weißes Licht erzeugen. Diese Einstellung deckt alle weißen LEDs von warm (~3000 K) bis kalt (~6500 K) ab.
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Wähle “LED Vollspektrum + Rot” , wenn deine Lampe hauptsächlich weiße bzw. gelbliche LEDs sowie einige zusätzliche rote LEDs (~660 nm) enthält. Das ist typisch für hocheffiziente Grow Lights.
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Wähle “LED Rot / Blau”, wenn deine Lampe violettes Licht abstrahlt und hauptsächlich rote und blaue LEDs enthält.
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Wähle “LED Blau / Weiß”, wenn deine Lampe kaltes weißes Licht erzeugt und neben weißen auch blaue LEDs enthält. Diese Lampen werden häufig in Aquarien verwendet.
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Wähle “LED Tiefrot”, wenn deine Lampe ausschließlich rote LEDs (~660 nm) verwendet. Diese Lampen werden oft als „Deep-Red-Spektrum“ oder „red spectrum supplemental lights“ vermarktet und typischerweise als Zusatzbeleuchtung während der Blütephase eingesetzt. Wenn deine LED-Lampe weißes Licht erzeugt und lediglich einige zusätzliche rote LEDs enthält, die sich nicht separat einschalten lassen, wähle stattdessen „LED Vollspektrum + Rot“.

Leuchtstofflampen (FL)

Leuchtstofflampen gibt es in zwei Formen: als Leuchtstoffröhren mit Fassungen wie T5, T8, T12 usw. oder als Kompaktleuchtstofflampen (CFL) mit Fassungen wie E27, E40 usw. Die Bauform oder Fassung spielt keine Rolle. Wichtig für die Wahl der richtigen Einstellung ist jedoch das abgestrahlte Spektrum.

Verschiedene Arten von Leuchtstofflampen
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Wähle “FL Warm”, wenn deine Leuchtstofflampe ein warmes, gelbliches Licht (~3000 K) erzeugt.
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Wähle “FL Tageslicht”, wenn deine Leuchtstofflampe ein kaltes, weißes Licht (~6500 K) erzeugt.
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Wähle “FL Blau”, wenn deine Leuchtstofflampe ein bläuliches Licht (~10000 K oder mehr) erzeugt.
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Wähle “FL Actinic”, wenn deine Leuchtstofflampe violettes Licht abstrahlt oder als Actinic/Aktinisch bezeichnet wird. Diese Lampen werden meist als Zusatzbeleuchtung in Aquarien eingesetzt.

Hochdruck-Entladungslampen (HID-Lampen)

Die am häufigsten für Pflanzenbeleuchtung verwendeten HID-Lampen sind High Pressure Sodium (HPS) [zu deutsch: Natriumdampf-Hochdrucklampen bzw. NDL], Metal Halide (MH) [zu deutsch: Metall-Halogen] und Ceramic Metal Halide (CMH) [zu deutsch: Keramik-Metall-Halogen]. Sie sind mit zwei verschiedenen Anschlussarten erhältlich: mit Schraubfassung (z. B. E40) oder mit beidseitigem Anschluss (Double-Ended). Die Anschlussart spielt für die Auswahl der Lichtquellen-Einstellung keine Rolle.

MH- und CMH-Lampen gibt es zudem in unterschiedlichen Farbtemperaturen (in Kelvin angegeben). Genau wie der Anschlusstyp ist auch dies für die Wahl der richtigen Einstellung irrelevant. Wichtig ist nur der Typ der HID-Lampe.

Verschiedene Arten von HID Lampen: zwei HPS, zwei CMH und zwei MH, abwechslungsweise mit Standardsockel und Doppel-End-Konnektor [L–R]
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Wähle “NDL”, wenn du eine High Pressure Sodium (HPS) bzw. Natriumdampf-Hochdrucklampe (NDL) verwendest.
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Wähle “CMH”, wenn du eine Ceramic Metal Halide (CMH) bzw. Keramik-Metall-Halogen-Lampe verwendest.
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Wähle “MH”, wenn du eine Metal Halide (MH) bzw. Metall-Halogen-Lampe verwendest.

Glühlampen

Glühlampen gibt es in verschiedenen Varianten, darunter klassische Glühbirnen (früher weit verbreitet für die Haushaltsbeleuchtung), Halogenlampen sowie spezielle Typen wie Krypton- oder Xenonlampen. Sie unterscheiden sich leicht in Effizienz, Lebensdauer und Lichtqualität.

Diese Lampen erkennt man an ihrem typischen warmen Licht und ihrer hohen Wärmeentwicklung. Letztere macht sie relativ ineffizient, weshalb sie für Pflanzenbeleuchtung nicht empfohlen werden.

Trotzdem werden sie weiterhin in verschiedenen Anwendungen eingesetzt, etwa in der Bühnenbeleuchtung, als Wärmelampen, in dekorativen Vintage-Leuchten, in Autos oder in Haushaltsgeräten. Unabhängig von diesen Unterschieden funktionieren alle Glühlampen nach demselben Grundprinzip: Ein Glühfaden in einer gasgefüllten Glaskolben wird erhitzt und erzeugt dadurch Licht.

Verschiedene Arten von Glühlampen
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Wähle “Glüh.” für jede Art von Glühlampe.

Messen mehrerer verschiedener Lichtquellen

Wenn du die kombinierte Lichtintensität mehrerer Lichtquellen unterschiedlichen Typs messen möchtest, miss jede Lichtquellenart einzeln mit der dazugehörigen Einstellung. Addiere dann die Messungen, um die totale Lichtintensität zu erhalten.

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So funktioniert die Spektralfehlerkorrektur

Die Auswahl der richtigen Lichtquelle ermöglicht es Photone, die sogenannte spektrale Fehlanpassung (f1' gemäß ISO/CIE 19476) zu kompensieren. Ohne diese Korrektur können Messungen je nach Lichttyp erheblich abweichen.

Jede Lichtquelle (z. B. Sonnenlicht, LED, Leuchtstofflampe) hat eine andere spektrale Leistungsverteilung (oft einfach als Spektrum bezeichnet), und der Sensor deines Geräts reagiert je nach Wellenlänge unterschiedlich. Photone berücksichtigt dies, indem automatisch ein Korrekturfaktor angewendet wird, der auf folgenden Faktoren basiert: der spektralen Empfindlichkeit des Gerätesensors, der gewählten Lichtquelle, dem Diffusortyp und dem Messmodus.

Wir messen die spektrale Empfindlichkeit und kalibrieren die App für jede unterstützte Geräte- und Diffusorkombination. Dieser Prozess ist komplex, aber er ist ein wesentlicher Grund, warum Photone genaue Ergebnisse liefern kann. Bei Android-Geräten, die auf den integrierten Umgebungslichtsensor (ALS) zurückgreifen, wird angenommen, dass die spektrale Empfindlichkeit der photopischen Hellempfindlichkeitsfunktion des menschlichen Auges, V(λ), gemäß ISO/CIE 19476 entspricht.

Du weisst nicht welche Einstellung du brauchst?

Schau bei deiner Lampe, auf die Birne, Fassung, Verpackung, ins Datenblatt oder auf der Website des Herstellers nach – da steht normalerweise, welche Technologie die Lampe fürs Erschaffen von Licht nutzt. Bei LEDs kannst du auch einfach die Farbe der einzelnen Chips anschauen.

Falls du dir immer noch unsicher bist, melde dich bei unserem Support und gib uns so viele Infos wie möglich über deine Lampe. Wir helfen dir gerne weiter!

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