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Beleuchtung für Cannabis

Empfohlene PPFD- und DLI-Werte, häufige Beleuchtungsprobleme und mehr

Beleuchtung für Cannabis
Pro

Um gesunde Pflanzen zu züchten und eine reiche Ernte zu erzielen, ist es entscheidend, deine Cannabispflanzen mit der richtigen Intensität und Dauer an Licht zu versorgen. Irgendein Licht reicht dafür aber nicht: Damit deine Pflanzen optimal gedeihen, brauchen ihre Blätter photosynthetisch aktive Strahlung (PAR) in der richtigen Intensität und in der richtigen Tagesmenge (DLI).

DLI-Empfehlungen

Wenn es um die Pflanzenbeleuchtung geht, ist das tägliche Lichtintegral (engl. daily light integral, DLI) die wichtigste Messgröße und diejenige, welche du optimieren möchtest. Ein zu niedriger DLI führt zu langsamem Pflanzenwachstum und geringem Ertrag, während ein zu hoher DLI zu Stromverschwendung führt und die Pflanzen sogar verbrennen kann. Im Allgemeinen empfehlen wir die folgenden Bereiche für Cannabis:

Wachstumsphase DLI-Wert
Keimling 12 – 16
Vegetativ 20 – 45
bis 55 mit CO₂
Blüte 25 – 40
bis 50 mit CO₂

Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollte der DLI über den gesamten Wachstumszyklus an die aktuellen Bedürfnisse der Pflanzen angepasst werden.

Optimaler DLI über den gesamten Wachstumszyklus

DLI anpassen

Da DLI das Produkt aus Lichtintensität und Beleuchtungsdauer ist, hast du zwei Variablen: PAR-/PPFD-Werte und die Anzahl der Stunden auf deinem Timer.

Um den optimalen DLI zu erreichen, kannst du diese beiden Variablen innerhalb der Bereiche anpassen, die wir in den folgenden Abschnitten empfehlen.

Sicherstellen der korrekten Photoperiode

Da die Cannabispflanze photoperiodisch ist – was bedeutet, dass sie auf die relativen Längen von Licht- und Dunkelperioden reagiert – ist es entscheidend, die richtigen Beleuchtungszeiten einzuhalten, damit die Pflanze entweder im vegetativen Stadium gehalten wird oder die Blüte einleiten kann. Wir empfehlen, die Beleuchtungsdauer in den folgenden Bereichen zu halten:

Wachstumsphase Min. Ideal Max.
Keimling 16 18 24
Vegetativ 16 18 24
Blüte 10 12 14

PAR-Wert-Empfehlungen

Neben der Beleuchtungsdauer sind die richtigen PAR / PPFD-Werte entscheidend, damit deine Pflanzen weder zu wenig Licht bekommen noch verbrennen.

Wachstumsphase PAR-Werte (PPFD)
Keimling 100 – 300
Stecklinge 75 – 150
Vegetativ 300 – 700
bis 850 mit CO₂
Blüte 600 – 950
bis 1200 mit CO₂

Beachte, dass die PAR-Werte als photosynthetische Photonenflussdichte (PPFD) in der Einheit µmol/m²/s gemessen werden.

Ein Wort zu CO2

Für die Photosynthese werden hauptsächlich Photonen (Licht), Wasser und CO2 benötigt. Die Kontrolle des CO2 ist also genauso wichtig wie die Bewässerung der Pflanze oder die Sicherstellung angemessener DLI-Werte. Bei jeder Pflanze gibt es einen Punkt, ab dem mehr Licht nicht mehr zu mehr Wachstum führt. In den meisten Fällen ist dann ein zu niedriger CO₂-Gehalt der limitierende Faktor.

CO2 wird in Teilen pro Million (ppm) gemessen. In Innenräumen liegt der CO₂-Gehalt meist bei etwa 400 bis 600 ppm. Das begrenzt die Photosynthese auf weniger als die Hälfte dessen, was möglich wäre. Eine Erhöhung des CO2-Gehalts auf mindestens 800 ppm steigert die photosynthetische Aktivität erheblich und ermöglicht höhere PAR-Werte und damit einen höheren PPFD. Wenn du das Wachstum deiner Cannabispflanze wirklich maximieren willst, empfehlen wir die folgenden CO2-Werte:

Wachstumsphase CO2-Werte (ppm)
Keimling 400
Vegetativ 400 – 800
Blüte 800 – 1400

Mehr dazu, wie du mit zusätzlichem CO₂ dein Wachstum steigerst, erfährst du in unserem detaillierten Blogartikel.

Anzeichen für zu viel Licht

Lichtbrand

Lichtbrand ist das häufigste Anzeichen für zu hohe PAR-Werte an einer Cannabispflanze. Er wird auch allgemein als Blattbrand bezeichnet und verursacht gelbe Blätter mit grünen Adern und Stängeln.

Lichtbrand kann leicht mit einem Stickstoffmangel verwechselt werden, der die Blätter ebenfalls gelb werden lässt. Ein einfacher Indikator ist, wie stark die gelben Blätter am Stängel befestigt sind: Während Blätter mit Stickstoffmangel von selbst abfallen, lassen sich lichtverbrannte Blätter nur schwer abzupfen. Außerdem betrifft der Lichtbrand hauptsächlich die Blätter an der Oberseite der Pflanze, während ein Stickstoffmangel an der Unterseite der Pflanze beginnt.

Lose und luftige Knospen

Zu viel Licht bringt den Stoffwechsel der Pflanze an seine Grenzen. Das führt oft zu Nährstoffmangel und zu schwachen, lockeren Knospen, die sich sogar trocken und knackig anfühlen können.

Ausgebleichte Knospen

Ein Ausbleichen der Knospen kann passieren, wenn die Knospen selbst zu viel Licht bekommen und dadurch ihre Farbpigmente verlieren und weiß werden. Dies darf nicht mit einer sehr harzigen, mit Trichomen bedeckten Knospe verwechselt werden. Gebleichte Buds sind oft weniger potent und können sogar fast alle Cannabinoide verlieren.

Anzeichen für zu wenig Licht

Langsames Wachstum

Das offensichtlichste Anzeichen ist, dass deine Pflanzen langsamer wachsen als erwartet. Da Licht eine der wichtigsten Zutaten für die Photosynthese von Pflanzen ist, können sie bei zu wenig Licht einfach nicht wie gewünscht wachsen. Um langsames Wachstum zu identifizieren, könnte es hilfreich sein, die Höhe deiner Pflanzen mit der regulären Höhe der gleichen Sorte im gleichen Alter zu vergleichen.

Streckung

Bei Lichtmangel reagieren die meisten Pflanzen darauf, indem sie das Stängelwachstum anregen, um sich näher ans Licht zu bewegen. Du erkennst das an größeren Abständen zwischen den Blattknoten (Internodien) und daran, dass die Pflanze insgesamt in die Höhe schießt.

Bonus-Tipps

Führe weiteres CO2 hinzu, um die Kapazität für Photosynthese zu erhöhen
Wiederhole regelmäßig die Lichtmessungen
Schau auf die Zeichen, welche dir die Pflanzen geben

Hol dir die Pro-Infografik

Wir haben eine Zusammenfassung dieses Artikels als Infografik (auf Englisch) erstellt.

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